Wie komme ich ohne L-Thyroxin aus? Meine etwas andere Antwort.

25 Feb 2021 | Hashimoto

„Ich finde es toll, dass Du Frauen hilfst, auf Medikamente zu verzichten!“

„Wie schaffe ich es ohne L-Thyroxin auszukommen?“

 

So, oder so ähnlich, sehen Fragen und Kommentare aus, die mich gerade aus unterschiedlichsten Richtungen erreichen. Ganz spontan entsteht bei mir erst mal Verwunderung, da mir nicht bewusst ist, dass mein Angebot diese Wirkung erzielt. Das trotzige Kind in mir meldet sich und fragt: „Was ist denn bloß los mit den Menschen, die meine Botschaft nicht verstehen? Lesen sie nicht richtig? Hören sie mir nicht richtig zu?“ Mit ein bisschen Abstand öffnet sich mir jedoch eine neue Perspektive und es entsteht Raum für andere Gedanken: Oder bin ich etwa unklar in meiner Botschaft? Fordere ich vielleicht einen zu großen Gedankensprung von meinen Kontakten mit meinen Ideen rund um ein besseres Leben mit Hashimoto? Vielleicht bedeutet es auch, dass nur ein Leben ohne Medikamente als ein besseres, leichteres Leben mit Hashimoto angesehen wird? Und meine Gedanken verändern sich weiter: Oder – und jetzt wird es ein bisschen verrückt und vermessen – ist das vielleicht genau die richtige Frage an mich? Lasst uns nacheinander durch diese Aspekte wandern.

Meine Kernbotschaft.

Wenn ich mein Angebot in ganz kurzen Sätzen beschreiben will, dann sieht das so aus:

Ich unterstütze Frauen mit Hashimoto auf ihrem Weg zu mehr Selbstfürsorge, damit Frust und Einschränkungen durch Entspannung und Selbstbestimmung abgelöst werden und ein Leben mit Hashimoto voller Leichtigkeit & Freude möglich wird.

Für mich bedeutet das, meine Klientinnen wieder mehr mit sich in Kontakt zu bringen, damit sie wirklich spüren können, was sie brauchen und dann auch den Mut finden, sich den Raum dafür zu nehmen. Alles mit dem Fokus, Stress als Treiber für Hashimoto die Grundlage zu entziehen und somit mehr Energie für die persönlich wichtigen Dinge zu haben. Denn ich werde nicht müde es zu immer wieder zu sagen:

Selbstfürsorge ist das Selbstloseste was wir tun können.

Wenn ich rein den Kern meines Angebots betrachte, dann bekomme ich die Verbindung zu der Frage nach den Medikamenten nicht so ganz zusammen.

Was fordere ich da?

Wenn ich mich in den Geschichten vieler Betroffener umschaue, dann zeigt sich häufig, dass mit der Diagnose einzig das Rezept für L-Thyroxin durch die Ärzte mitgeliefert wird. In manchen Fällen (wie bei mir damals) noch der Hinweis auf Selen. Das war es dann. Keine Aufklärung über die Erkrankung an sich, die Auswirkungen, die möglichen Ansatzpunkte, oder eine Ursachenforschung, wodurch sich Hashimoto möglicherweise entwickelt hat. Die Leidenswege sind häufig immens, die Verunsicherung und die Entfremdung vom eigenen Körper sehr groß und als Lösung wird diese eine Tablette angeboten, die noch nicht einmal die Ursache bekämpft, sondern nur EIN Symptom von Hashimoto behandelt. Ja, das wird uns häufig als die einzige, lebenslängliche Lösung angeboten.

Und nun winke ich um die Ecke und beschreibe meinen Ansatz für mehr Wohlbefinden trotz Hashimoto durch Selbstfürsorge, das Wahrnehmen der eigenen Bedürfnisse, Arbeit auf der mental-emotionale Ebene unter Einbeziehung des Körpers (den Körper und seine Signale wahrnehmen und somit Vertrauen in den eigenen Körper wiederfinden). Wer sich noch nicht aktiv (denn einfach so bekommt man die Infos ja nicht) eingehender mit Hashimoto beschäftigt hat und auch nicht zwangsläufig damit, wie Psyche und Körper zusammenspielen, kann da schon erst mal ins Stutzen kommen. Vielleicht entsteht auch genau aus diesen Gründen der Gedanke, dass nur ein medikamentenfreies Leben meiner Idee von einem selbstbestimmten Leben gleich kommt? Denn das wäre gleichzeitig ja auch ein offensichtlicher Triumph gegen die Krankheit und gegen das Wort der Ärzte.

Ich habe mein Leben über die letzten Jahre deutlich umgestaltet. Meine Intention war nicht primär, besser mit Hashimoto klar zu kommen. Erst nach und nach habe ich verstanden, wie wirksam und entlastend diese Veränderungen sich auch auf Hashimtoto ausgewirkt haben. Dadurch sind diese Zusammenhänge für mich inzwischen so einleuchtend und klar. Wir funktionieren als gesamtes System und wenn wir an einer Stellschraube drehen, hat das Auswirkungen auf so viel mehr, als wir vorher absehen können. Und jetzt gerade beim Schreiben wird mir bewusst, wie viel mehr Aufklärung in diesem Bereich nötig ist. Es gibt was zu tun!

Vielleicht ist es genau die richtige Frage an mich!?

Wie komme ich auf die Idee, dass es eventuell genau richtig ist, mir diese Frage zu stellen? Obwohl ich doch gar nicht die offensichtliche Intention habe, Frauen von den Medikamenten wegzubringen… (Und abgesehen davon: Ich kann das auch gar nicht! Ich selbst nehme täglich meine Tablette und auch fachlich würde ich mich auf sehr dünnes Eis begeben, wenn ich behaupten würde, dass ich das kann.)

Was sich für mich jedoch auch in dieser Frage verbirgt, ist die klare Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Verantwortung für die eigene Gesundheit, das eigene Wohlbefinden. Es steckt darin der Wunsch, sich nicht mit dem aktuellen Status zu begnügen, sich dem Schicksal zu ergeben und die Tablette als einzige Möglichkeit zu sehen. Sondern selbst die Zügel in die Hand zu nehmen, selbstbestimmt den Weg zu gehen hin zu mehr Wohlbefinden und Leichtigkeit.

Und genau an diesem Punkt kann ich dich unterstützen. Mit meiner Expertise als systemischer Coach, meinem vielfältigen Wissen über die Verbindung von Körper, Gedanken und Emotionen und meinen eigenen Erfahrungswerten rund um Hashimoto. Und wenn du an dem Punkt bist, an dem du selbst aktiv werden und dein Leben mit Hashimoto gestalten möchtest, dann bist du bei mir an der richtigen Stelle. Dann habe ich die größte Freude dich ein Stück auf deinem Weg zu begleiten. Bist du neugierig, wo er dich hinführt?

Deine Sabrina.

 

PS: Nur zur Klarstellung! Ich bin kein Fan von L-Thyroxin und ich weiß, dass viele mit der Verträglichkeit kämpfen. In dem Fall gibt es – mit Unterstützung von Ärzten – die Möglichkeit, auf natürliche Hormone umzustellen. Immer wieder gibt es Berichte von Menschen, die es schaffen ganz auf die Medikamente zu verzichten. Das ist toll, weil es zeigt, dass sich der Körper unter gewissen Umständen regenerieren kann. Für mich stellt sich jedoch die Frage, ob das der alleinige Gradmesser für einen erfolgreichen Umgang mit Hashimoto sein kann. Aus meiner Sicht geht es in erster Linie um ein möglichst beschwerdefreies Leben. Daran messe ich meinen Erfolg, der sich darin zeigt, dass ich seit Jahren weitgehend beschwerdefrei bin und auch die Antikörper am untersten Limit der Laborwerte herumscharren.

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