Rückblickend hatte ich meinem 2020 das Motto Slow down & grow gegeben. Auf die Idee wäre ich wohl Ende 2019 nicht gekommen. Daher wollte ich versuchen, wie es ist, wenn ich bewusst ein Motto setze. Es hat ein bisschen gedauert, aber irgendwann hat sich bei der Wortspielerei das Wohlgefühl in der Bauchgegend eingestellt und die Gesichtsmuskulatur hat dafür gesorgt, dass die Mundwinkel sich in Richtung Ohren bewegt haben. Ein gutes Zeichen und somit stand das Motto:

Leichtigkeit & Freude.

Was ich damit verbinde und woran ich im Dezember merken werde, dass das Motto bestimmend war, möchte ich gern an ein paar Aspekten ausführen.

Mein Lebensgefühl mit (mehr) Leichtigkeit & Freude.

Es ist nichts so, dass ich mich ständig gräme. Nein, Leichtigkeit und Freude gibt es bereits in meinem Leben. Allerdings kenne ich auch Perfektionismus, Leistungsgedanken, das Schlechte in anderen sehen, mich verstecken oder nicht so frei zeigen, wie ich es manchmal gern machen würde. Daher soll mein Jahresmotto gern in mein Lebensgefühl ausstrahlen. Es soll mehr getanzt und gefeiert werden (ja, nachdem schon mein 40. im Lockdown stattgefunden hat, soll das dieses Jahr doch bitte anders sein!). Musik soll wieder mehr Raum in meinem Leben bekommen. Eine bessere Möglichkeit, um die Emotionen zu beeinflussen kenne ich nicht. Aber sie ist mir in den letzten Jahren abhanden gekommen.

(Kleine Randnotiz: Kürzlich habe ich aufgeschnappt, dass durchschnittlich mit Erreichen des 31. Lebensjahres keine neue Musik mehr entdeckt wird. Ab dann leben wir sozusagen in unserer persönlichen musikalischen Vergangenheit…gruselig, oder?)

Ich würde gern das tatsächliche Gefühl noch besser beschreiben. Ein Versuch: Es ist warm und sanft, spielerisch, ein bisschen flattrig, fast verliebt, es schwingt, ist in Balance, steckt an, zieht an. Vielleicht finde ich noch raus, welchen Geschmack es hat…?

Mehr Leichtigkeit im Keller.

Unser Dauerprojekt…den Keller endlich auf Vordermann bringen. Aussortieren. Verkaufen. Entsorgen. Unser Keller ist im Moment wirklich chaotisch bis gefährlich. Ja, was sich da so auf den Schränken türmt sollte besser nicht ins Rutschen kommen! Wir haben Zeug angesammelt, oder besser gesagt, gehortet, konnten uns nicht trennen. Vor allem handelt es sich um Dinge wie Kinderwagen, Wickelkommode, Babyklamotten en masse (obwohl wir  gar nicht so viel gekauft hatten, aber über die Jahre sammelt es sich). Inzwischen haben wir uns die Antwort gegeben: Wir werden kein weiteres Kind einladen, ein Teil unserer Familie zu werden. Und so ist es wirklich Zeit diese Dinge gehen zu lassen. Sie loszulassen.

Nur so bekommen wir die Chance uns als Familie weiter zu entwickeln. Genauso, wie auch jeder für sich sich entwickeln und wachsen darf.

Struktur mit Leichtigkeit & Freude.

Ein kleines Geständnis zum Jahresbeginn: Struktur und Ordnung gehören nicht zu meinen gegebenen Stärken. Zu viel Routine macht mich träge, gibt mir das Gefühl von Stillstand. In einem Bereich habe ich Struktur inzwischen jedoch sehr schätzen gelernt: bei meiner Morgenroutine. Diese habe ich mit etwa 1,5 Stunden Umfang für mich etabliert und sie begleitet mich regelmäßig von Montag bis Freitag in den Tag. Weil ich spüre, wie gut sich diese Routine auf mich, meine Klarheit, meinen Körper, mein gesamtes Wohlbefinden auswirkt, ist es auch leicht dran zu bleiben. Und ich habe für mich entdeckt, dass es auch in der Struktur genug Freiheit gibt, damit kein Gefühl des Feststeckens entsteht. Darum lade ich die Struktur in diesem Jahr gern ein weiter auszustrahlen – aber bitte nur gepaart mit Leichtigkeit & Freude;-)

Bereiche in denen sich Struktur ausbreiten darf:

  • Arbeitstag
  • Haushalt

Mit Blick auf mein Arbeitsleben.

Ich werde in diesem Jahr mit viel Leichtigkeit & Freude den Weg in die Sichtbarkeit, den ich im letzten Jahr eingeschlagen habe, weiter gehen. Es werden neue Wirkungskreise entstehen und Angebote, die auf Grund der noch anhaltenden Einschränkungen bisher on hold waren, werden stattfinden, oder neu erfunden werden. Ich werde weiter lernen, mich weiterentwickeln und wachsen.

Ich bin sehr gespannt und vorfreudig, wohin mich die nächsten Monate menschlich, partnerschaftlich, beruflich und familiär bringen werden.