Selbstfürsorge & Hashimoto – Teil 3: Umgang mit Stress.

3 Aug 2020 | Hashimoto, Selbstfürsorge

Stress…jeder von uns kennt ihn. Jeder lässt diesen Besucher von Zeit zu Zeit – oder auch regelmäßig – ins eigene Leben poltern, egal, ob mit Hashimoto, oder ohne. Für manche ist es vielleicht auch das Lebensgefühl unserer Zeit. Hört und schaut man sich um, dann scheint „Stress zu haben“ inzwischen der gesellschaftlich erwünschte und hochtolerierte Status zu sein. Wer gelassen durch den Alltag kommt, scheint nicht in unser Bild von Leistung und Engagement zu passen. Eher entsteht ein Gefühl von Misstrauen vielleicht sogar Missgunst. 

Was haben Hashimoto & Stress miteinander zu tun?

Die Autoimmunreaktion sorgt im Körper für permanenten Stress. Gleichzeitig ist es so, dass zusätzlicher Stress auch immer die Autoimmunantwort im Körper anheizt. Ein Teufelskreis. Wenn wir also besser mit Hashimoto klar kommen wollen, dann bedeutet das, dass wir diesen Teufelskreis durchbrechen, sprich das Stressempfinden reduzieren sollten. Haha, leichter gesagt, als getan, denkst du jetzt vielleicht. Vermutlich ist es keine Neuigkeit für dich, dass unser Körper nicht für den Stress, den wir heute erleben, gemacht ist. Die Stressreaktion ist eine geniale Sache, wenn es darum geht in einer lebensbedrohlichen Situation das eigene Überleben durch Flucht oder Kampf zu sichern. Der Dauerstress durch Termindruck, eigene Ansprüche und Verpflichtungen, den wir heute selbst erleben und bei anderen beobachten können, gehört nicht in diese Kategorie. Dafür ist dieses System nicht geschaffen. Vielmehr sorgt dieses ständige Gefühl der Überlastung dafür, dass sich der Pegel immer weiter aufbaut, immer mehr Stresshormone den Körper fluten, aber nicht mehr abgebaut werden können. Dies bringt den durch Hashimoto bereits aus der Balance gekommen Körper immer weiter ins Ungleichgewicht.

Gestresst sein – sich gestresst fühlen.

Vielleicht ist dir beim Lesen des letzten Abschnitts aufgefallen, dass ich nicht davon geschrieben habe, dass wir „gestresst sind“, sondern dass wir Stress „erleben“, ihn „fühlen“. Worauf will ich damit hinaus? Darauf, dass in den meisten Fällen nicht die Ereignisse, die um uns herum geschehen, sondern vielmehr unserer Gedanken, also unsere Bewertung der Ereignisse, Stress auslösen. Wir erleben also auf Grund unserer individuellen Wahrnehmung diesen Druck. Darum ist Stress auch ein so individuelles Phänomen. Auf ein und dieselbe Situation reagiert ein Mensch völlig entspannt, während bei einem anderen Puls und Blutdruck bereits steigen. Nochmal: Das Gefühl, dass wir gestresst sind – wie auch immer sich das für dich anfühlt – entsteht auf Grund unserer Gedanken. Wir denken und fühlen uns gestresst, aber wir sind es nicht. 

Und nun?

Wir können dem Takt unserer Zeit nicht davonlaufen. Im Zuge dessen, dass wir möglichst wenig zusätzliche negative Reize setzen möchten, ist es wichtig, dass wir einerseits unsere Gedanken durchschauen und so die Stressreaktion abschwächen oder sogar verhindern können (lies dazu gern auch meinen Blogartikel über die Macht von Gedanken). Außerdem sollten wir unserem Körper die Chance geben, regelmäßig in der Entspannung anzukommen. So können sich die Hormone wieder auf ein normales Niveau einpendeln. Tun wir das nicht, so baut sich ein immer höheres Stresslevel auf, der Körper bleibt geflutet mit Stresshormonen. Aus reiner Hashimoto-Sicht hat das Auswirkungen auf das Immunsystem (Darm), die Nebenniere, die Schilddrüse und somit auf den Hormonhaushalt. Es ist also wichtig zu wissen, was dir gut tut, wobei du entspannen kannst. Für mich funktioniert das am Besten, wenn ich mich ruhig bewege (z.B. in Form von Yoga), mit allen Sinnen spazieren gehe, mich in der Natur aufhalte (was in der Großstadt nicht immer einfach ist, aber auch da gibt es Möglichkeiten), abtauche beim Schwimmen, Musik höre und dadurch in alle möglichen Emotionen eintauche oder Zeitreisen mache.  Was ist es bei dir? Was bringt dir den Ausgleich?

Ich drücke dir die Daumen, dass du zum Einen ein Gespür dafür entwickelst, wann deine Gedanken dir ein Schnippchen schlagen und zum Anderen, dass du deine Entspannungsoasen kennenlernst und im Alltag pflegst. Nur wenn es dir gut geht, kannst du deine Kraft auch für andere einsetzen.

Deine Sabrina.

PS: Falls Du neugierig geworden bist und du mehr über mich und die Zusammenarbeit mit mir erfahren möchtest, dann schau gern hier rein.

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