Was mich als Coach und Trainerin besonders macht

23 Mrz 2022 | Coaching, Persönliches

Am Ende meines Studiums wurde ich darauf gestupst: „Personal Coaching könnte eine interessante Richtung für dich sein.“ So, oder so ähnlich fiel der Satz im Gespräch mit unserer Coach, die uns im Hauptstudium für zwei Wochen begleitet hat. Jessica Krüger war das. Dieser Satz hat sich damals in mein Hinterstübchen eingepflanzt. Ich fand das unglaublich interessant. Allerdings war mein Bild, dass Coaches alt und weise sein müssen, um wirklich gut zu sein. Diese Geschichte habe ich mir lange erzählt. Um dieses Bild, das vielleicht nicht nur ich habe, zu entzaubern, habe ich hier einige Punkte zusammengetragen, die mich als Coach und Trainerin besonders machen. Denn nur so kannst du dir einen Eindruck davon verschaffen, ob ich vielleicht die richtige Begleitung für dich sein könnte.

 

1. Meine persönliche Geschichte

„Alt und weise muss man nicht sein. Du musst etwas zu sagen haben. Und das hast du.“ Diese Worte kamen von einer Freundin, die selbst Coach ist. Mit diesen wenigen Worten hat sie die Geschichte weggewischt, die ich mir erzählt habe. Vielleicht würde ich sie mir noch immer erzählen, hätte es diesen Abend mit Wein und Käse nicht gegeben? Auf eine lange Aufzählung verzichte ich an dieser Stelle. Die prägnantesten Aspekte sind wohl: viele Jahre erfolgreich im Leistungssport, Aufenthalte im Ausland (London, Lyon, Australien), Verantwortung annehmen, wenn sie sich zeigt, scheitern und wieder aufstehen. Wichtig ist, jeder hat etwas zu erzählen und man kann auf unterschiedlichste Weise von Menschen lernen. Ergänzen würde ich zu den Worten meiner Freundin aus heutiger Sicht: Du brauchst Interesse an Menschen. Das habe ich.

 

2. Meine berufliche Geschichte

Nach dem Abi war ich völlig planlos. Was macht man denn nun sinnvolles mit diesem Abschluss in der Tasche? Und was bedeuten diese Studiengänge, was kann man denn damit eigentlich machen? Bis dahin gab es einen konkreten Plan, den es zu erfüllen gab: Schule und Leistungssport. Und plötzlich waren da diese vielen Optionen, von denen ich nur bei einem Bruchteil ahnen konnte, wie ein mögliches Berufsbild dazu aussehen könnte. Diese Stationen habe ich auf meinem beruflichen Weg bis heute mitgenommen:

  • Soziales Praktikum in einer Behinderteneinrichtung: Hier habe ich viel gelernt. Auch über meine Grenzen. Vor allem hatte ich Zeit, meine Ideen reifen zu lassen und herauszufinden, was ich will.
  • Ausbildung zur Wirtschaftskorrespondentin (Englisch): Diese Station hat mir Zeit gegeben. Und sie war nach einem abgebrochenen Studium (Japanologie / VWL) perfekt, um innerhalb eines Jahres einen Abschluss zu haben, mit dem sich theoretisch etwas anfangen lässt. Das zugehörige Praktikum in London war ein Graus, aber es war mein erster längerer Aufenthalt in einer echten Metropole.
  • Duales Studium zur Diplom Betriebswirtin (BA): Ich muss gestehen, dass ich kurz bevor es losging noch kalte Füße bekommen habe. Gerade frisch von einem Trip durch Australien zurück, schien es mir unvorstellbar, mich für 3 Jahre an einen Ort und einen Arbeitgeber zu binden. Ich erinnere mich noch gut an die Diskussion mit meiner Mutter. Schlussendlich habe ich es durchgezogen und nie bereut. Die theoretischen Inhalte direkt in die Anwendung im Unternehmen zu bringen, war für mich goldrichtig (das zeigt sich auch in meinem Reiss Motivation Profile®). Ich habe unglaublich viel gelernt, durfte wachsen und reifen.
  • Einkäuferin in mittelständischem Unternehmen: Meinem Ausbildungsunternehmen bin ich dann auch für drei weitere Jahre treu geblieben. In der Zeit wurde der Gedanke immer klarer, dass ich mich weg von Zahlen, Daten und Fakten hin zu den Themen rund um Menschen, Entwicklung und Beziehungsgestaltung bewegen möchte.
  • Einkäuferin im Konzern: Es hat noch eine Station gebraucht. Die wohl aufreibendste in meiner beruflichen Karriere. Hier ging es hoch her, bis ich endlich so weit war, auszusteigen. Ausführlich beschreibe ich das auf meiner Über-mich-Seite.
  • Mitarbeit bei Anna Beinlich: Hier habe ich in das Geschäft als selbstständiger Coach / Trainer reingeschnuppert. Dazu unter 3. mehr.
  • Der Sprung in die Selbstständigkeit: „Frau Besic, Sie müssen nun Ihre erste unternehmerische Entscheidung treffen: Wollen Sie selbstständig sein, oder nicht?“ Das waren die Worte meines Gründungsberaters, nachdem ich mein Konzept mehrfach präsentiert und feingeschliffen hatte. Ich habe auf einen Startschuss gewartet, nicht ahnend, dass nur ich es sein kann, die ihn gibt.

 

3. Coaching und Training ausprobiert, bevor ich gesprungen bin

Die Idee in Richtung Coaching zu gehen, hat sich bei mir recht früh fest gesetzt. Schon mit Mitte 20 habe ich mit dem Gedanken gespielt. Es sollte noch ein paar Jahre dauern, bis die Zeit tatsächlich reif war, diesen Schritt zu gehen. Ich hatte damals zwar eine Vorstellung, wie eine Selbstständigkeit als Coach aussehen könnte, ob diese Vorstellung jedoch etwas mit der Realität zu tun haben könnte, wusste ich nicht. Darum war ich sehr dankbar, dass ich in 2012 Anna Beinlich kennenlernen durfte, die damals Unterstützung für ihr Einzelunternehmen gesucht hat. Mit der Intention eingestellt, dass ich das Backoffice für sie schmeiße, während ich meine Coachingausbildung durchlaufe, hat sich bald eine Eigendynamik entwickelt.

Anna hat mich tief in die Prozesse mit ihren Kunden schauen lassen, hat mich in die Konzeption eingebunden, hat mich sehr intensiv schnuppern lassen, was das (Arbeits-) Leben in diesem Bereich bedeutet. Und sie hat mir die Möglichkeit gegeben, meine Begeisterung für die Entwicklung von Menschen weiterzuentwickeln. Bei Anna habe ich ganz viel Handwerkszeug mitgenommen, von dem ich noch immer profitiere.

 

4. Keine Berührungsängste mit unterschiedlichsten Menschen

Meine Zielgruppe ist breit. Ich arbeite mit Azubis in gleichem Maße, wie mit Führungskräften, mit Straßenbauern genauso, wie mit Akademiker*innen. Schon während meines dualen Studiums im Industrieunternehmen habe ich als Rückmeldung bekommen, dass ich mit den unterschiedlichsten Menschen andocken kann. Vertrauen aufbauen, die passenden Worte finden, stimmige Methoden einsetzen. All das macht mir Freude und ist recht natürlich für mich. Ich habe keine Berührungsängste, mache keine Unterschiede im Kontakt mit Menschen. Ich positioniere mich in Gesprächen mit der Geschäftsführung in gleichem Maße, wie ich es mit Nachwuchskräften mache. Klar gibt es Menschen, die mir sympathisch sind, bei denen mir es leichter fällt, ich selbst zu sein. In der Zusammenarbeit steht für mich jedoch immer die Neugier auf den Mensch im Fokus.

 

5. Lieblingsansprechpartnerin für Flausen

„Frau Besic, Sie sind meine Lieblingsansprechpartnerin für Flausen im Kopf.“ Dieser Satz fiel im Gespräch mit einer Kundin, für die ich über die letzten Jahre im Unternehmenskontext das ein oder andere Projekt umgesetzt habe. Für mich ist dieser Satz ein wunderbares Kompliment, denn er spiegelt manches wider:
• Jede Idee darf an mich herangetragen werden – wir schauen dann, was und wie es gehen könnte
• Ich komme für meine Kunden mit neuen Ideen um die Ecke
• Ich gehe Dinge gern anders an, wechsle die Perspektive
• Die Flausen dürfen im Kopf entstehen, müssen sich aber auch gut anfühlen. Für mich, meine Kunden und die Teilnehmer*innen
• Es muss trotz aller Leichtigkeit auch Hand und Fuß haben

 

6. Methoden für Kopf und Körper in Coaching und Training

Ursprünglich habe ich eine systemische Coachingausbildung gemacht. Der Fokus liegt hier auf der lösungsorientierten Arbeit. Es ist eine effiziente und zielgerichtete Methode, um den Coachee dabei zu unterstützen, eigene passende Lösungen zu entwickeln. Durch mein eigenes Erleben wurde mir bereits vor einigen Jahren bewusst, dass die alleinige Kopfarbeit in vielen Fällen sehr gut durch die Arbeit mit dem Körper ergänzt werden kann. So beginne ich alle meine Coachingsitzungen mit einem kurzen Bodyscan. Seit Januar 2022 befinde ich mich in der NESC-Coachingausbildung, die den Körper und seine Empfindungen in das Zentrum stellt. Durch die Regulation des Nervensystems wird eine tiefgreifende Veränderung möglich. Dieser Ansatz ist deutlich anders, als der systemische und ich freue mich sehr darauf, diese Methoden miteinander verschmelzen zu lassen.

Über die Jahre habe ich immer mehr Wissen aus unterschiedlichsten Disziplinen in meine Coachings und Trainings einfließen lassen. Wo ich anfänglich noch gezögert habe und Angst hatte, in der Eso-Spiri-Ecke zu landen, hat sich inzwischen ein natürliches und starkes Selbstbewusstsein eingestellt. Das Feedback meiner Kund*innen bestätigt mich darin.

 

7. Weiterentwicklung im Fokus

Ich bin lange nicht fertig. Weiterentwicklung hat für mich persönlich einen sehr hohen Stellenwert. Ich bin neugierig auf dieses Leben, darauf, welche Stolpersteine es uns in den Weg legt und wie man damit umgehen kann. Diese Leidenschaft bringe ich auch in die Prozesse ein, die ich gestalte. Egal, ob im Einzelcoaching, mit der Gruppe im Workshop oder in der Teamentwicklung. Wenn Menschen sich auf den Weg machen wollen, Veränderung in ihr Leben holen möchten, dann bin ich gern dabei und unterstütze mit voller Kraft. Das Schöne ist, dass ich in jedem Prozess auch immer Lernende bin. Es gibt so viel zu entdecken, wenn wir genau hinschauen. Manchmal ist es auch unbequem oder sogar schmerzhaft. Und genau da sehe ich meine Aufgabe: Diesen Prozess zu unterstützen, damit blinde Flecken beleuchtet werden können.

Deine Sabrina

PS: Du hast den Eindruck, dass ich für dich oder dein Unternehmen die richtige Begleitung sein könnte? Dann lass uns einen Termin für unser Kennenlernen finden. Schreib mir am besten eine E-Mail!

SabrinaBesic
SabrinaBesic

Ich bin Sabrina Besic, Coach* für (Neu)Orientierung & Selbstfürsorge.

Irgendwann habe ich durchschaut, dass mich mein
Leistungsdenken nicht voranbringt, geschweige denn
glücklich macht. Ich habe gelernt, mein Herz und meinen
Bauch zu integrieren. Habe mich mit meinen Lebensmotiven
auseinandergesetzt.

Ich verbinde meine mehr als 8 Jahre Coachingkompetenz mit
meiner Leidenschaft für Themen rund um
Stressbewältigung, Selbstfürsorge und meinen eigenen
Erfahrungen, um dich bestmöglich zu unterstützen.

*systemischer Coach (anerkannt vom DBVC)
Reiss Motivation Profile Master

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