In den letzten Wochen habe ich verschiedene Artikel zum Reiss Motivation Profile® (RMP) geschrieben. Daraufhin hat mich die Rückfrage erreicht, wie das RMP überhaupt erstellt wird? Diese Frage greife ich sehr gern auf!

Bei wem kann ich ein RMP erstellen lassen?

Um ein RMP erstellen lassen zu können, bedarf es eines zertifizierten Masters, der einen durch den Prozess hindurch begleitet. Auch wenn die Regionalität inzwischen eine untergeordnete Rolle spielt, kann man beispielsweise für den deutschsprachigen Raum (und etwas darüber hinaus) auf der Seite des Expertenclubs nach Ländern, Städten und Umkreis eine Suche starten. (Ja, da bin ich auch gelistet😁)

In welchem Rahmen findet die Erstellung eines RMP statt?

Meist ist das RMP in Coaching- oder Persönlichkeitsentwicklungsprozesse eingebunden. Es findet sowohl für Privatkunden, wie auch im Unternehmenskontext seinen Einsatz. Ich persönlich kenne Unternehmen, die all ihren Führungskräften die Möglichkeit geben, ihr RMP kennen zu lernen und dadurch ihr Rolle und den Umgang mit den Mitarbeitern zu stärken. Auch für Teamentwicklungen sind RMPs sehr hilfreich, da sie die Unterschiede und Reibungspunkte sehr klar aufdecken. Dafür ist allerdings auch eine große Portion Mut – garniert Vertrauen – nötig. Im Privatbereich hilft das RMP sehr gut dabei innere und äußere Konflikte zu erkennen und diese zu bearbeiten. Mehr Hintergrund dazu findest du in diesem Artikel.

Wie geht es nach der Master-Suche weiter?

Der Master übermittelt dir die Zugangsdaten zur Onlinebefragung. Diese Onlinebefragung dauert im Schnitt etwa 30 Minuten. Ich hatte auch schon Klienten, die deutlich schneller waren. Der Rekord liegt bei 9 Minuten. Insgesamt gilt es 128 Aussagen zu bewerten. Wichtig ist hierbei, dass intuitiv geantwortet wird und nicht zu viel Hirnschmalz im Sinne von “wenn die Situation aber so ist, dann…” oder “eigentlich würde ich mich viel lieber soundso sehen” eingebracht wird. Dies verfälscht die Ergebnisse und davon hat unterm Strich keiner etwas.

Die Auswertung des RMP

Direkt nach Abschluss der Onlinebefragung erhält der Master das Ergebnis. In einem ca. 40-seitigen Dokument werden alle Motive in ihrer Ausprägung dargestellt und beschrieben. Herzstück der Auswertung ist das Balkendiagramm, das die Motivausprägung in der Übersicht zeigt. Das ist die einzige Seite, die ich im Auswertungsgespräch mit meinen Klienten heranziehe. Jetzt kann man berechtigterweise die Frage stellen, warum denn dann überhaupt noch ein Gespräch stattfinden muss, wenn sowieso alles schriftlich festgehalten wird. 

Im persönlichen Gespräch kann der Coach nochmals direkt bei der Reflexion unterstützen. Die einzelnen Motive werden besprochen und mit der Lebensrealität abgeglichen. Auch eventuelle Irritationen über die Ausprägung einzelner Motive können hier aufgedeckt werden. Dazu kommt, dass der Master Rückschlüsse über die Auswirkung von Motivkombinationen ziehen kann, welche im Dokument nicht beschrieben sind. Die zwei Stunden für das Auswertungsgespräch sind folglich durchaus berechtigt, äußerst hilfreich und auch notwendig, um in vollem Umfang vom RMP profitieren zu können.

Ich hoffe, dass ich nun dies meisten Fragen rund um das RMP beantwortet habe. Wenn sich doch noch eine ergeben sollte, oder du selbst Lust hast, dein RMP kennen zu lernen, dann melde dich gern bei mir unter sabrina@sabrinabesic.de.

Deine Sabrina.