So sorge ich an Workshoptagen für mich

6 Aug 2021 | Persönliches, Selbstfürsorge

So ein Workshoptag kann ganz schön anstrengend sein. Den ganzen Tag konzentriert bei der Gruppe sein, Themen und Stimmungen auffangen, den Prozess und den Raum halten. Häufig werden auch die Pausen genutzt, um zu prüfen, ob der geplante Ablauf wirklich zu den Themen der Gruppe passt, kleinere Vorbereitungen für den nächsten Abschnitt zu treffen, oder Gespräche mit Teilnehmer*innen zu führen. Auch wenn es mir viel Energie gibt, mit Gruppen zu arbeiten und dort verschiedenste Impulse zu setzen, muss ich darauf achten an Workshoptagen gut für mich zu sorgen.

 

Morgenroutine

Egal, ob ich unterwegs bin, oder remote – also online – von zu Hause einen Workshop leite, meine Morgenroutine ist mir immer wichtig und bringt mir den nötigen Kontakt zu mir. Gerade, wenn ich unterwegs bin, passe ich meine Routine je nach Rahmenbedingungen etwas an, aber die Elemente Meditation und Bewegung sind immer in irgendeiner Form enthalten.

Raum vorbereiten

Bei Präsenzseminaren ist es mir sehr wichtig, mir den Raum, in dem der Workshop stattfindet, zu erschließen. Ich bin gern als Erste da und lüfte den Raum, hänge Flipcharts auf, sortiere die Stühle nochmal, stelle mir Wasser und Glas bereit. Eigentlich nichts Aufregendes, aber so komme ich am besten im Tag, im Raum und im Workshop an.

Auch bei Online-Workshops mache ich das ähnlich. Da ist es dann eher ein Technikcheck und Stühle rücken entfällt, aber auch hier muss ich mir den Raum erschließen und mich auf den Tag einstimmen.

Einstimmen mit Kollegen

Häufig halte ich Workshops nicht allein. Das finde ich ganz wunderbar, denn dann besteht auch noch die Möglichkeit, sich im Gespräch auf den Tag, die Gruppe und die Gemütslage des anderen einzustellen.

Während des Workshops

Während des Tages gibt es nicht immer die Möglichkeit sich einfach rauszunehmen. Darum habe ich mir verschiedene Inseln geschaffen, um zwischendurch Abstand von der Gruppe und Kontakt zu mir zu bekommen.

  • Toilettenpausen: Ich gehe häufiger als eigentlich nötig zur Toilette. Hier weiß ich, dass ich einen Moment ungestört sein und kurz durchatmen, mich sammeln kann.
  • beide Füße am Boden: so kann ich mich immer wieder erden. Gerade bei herausfordernden Situationen in der Gruppe nutze ich das für mich, um stabil zu bleiben.
  • Bewegung: über den Tag versuche ich so viel Bewegung wie möglich zu integrieren. Auch dafür sind die zusätzlichen Toilettengänge gut, aber auch eine kurze Runde in der Mittagspause lege ich gern ein. Wenn wir Workshops zu zweit halten und es die Möglichkeit gibt, kann es auch mal zu einer Runde Tischtennis kommen. Wenn ich von zu Hause am Rechner arbeite, dann bin ich immer wieder für ein paar Minuten auf meinem Fitnesstrampolin. Oder mir fällt was ganz anderes ein…

 

Bewegung

Nach so einem intensiven Tag brauche ich in erster Linie Bewegung. Egal ob Yoga, Workout, spazieren oder laufen gehen. Wichtig ist einzig die Bewegung. Denn die kommt über den Tag – vor allem am Rechner – viel zu kurz. So kann ich einen Ausgleich zu dem konzentrierten Arbeiten des Tages schaffen und gleichzeitig Stress abbauen. Ich achte hier möglichst darauf, durch die Bewegung keinen zusätzlichen Stress aufzubauen, indem ich in einem Belastungsbereich bleibe, in dem ich durch die Nase atmen kann.

 

Ein entspannter Tagesausklang

Der Anruf zu Hause, Spaziergang, leckeres Essen, ein Glas Wein, ein gutes Gespräch oder auch einfach ein bisschen TV schauen, in ein Buch abtauchen. All das und die Kombination daraus hilft mir, den Tag nach einem Workshop abzuschließen und Kraft für den zweiten zu sammeln. Falls bereits die Heimfahrt ansteht, dann kann ein guter Podcast, schöne Musik oder auch ein Telefonat des Abschalten bei mir unterstützen

 

Deine Sabrina

 

1 Kommentar

  1. Franzi Blickle

    Hi Sabrina, da ticken wir scheinbar ganz ähnlich. Auch ich liebe die Arbeit mit Gruppen. Ich musste aber erst lernen, dass ich durch genau die Methoden, die du beschreibst, für mich sorgen kann, damit auch am Ende des Tages noch Energie für mich da ist und ich nicht alles im Workshop rausgeballert habe.

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  1. 10 Tage - 10 Artikel: Mein Rückblick auf die Blogdekade im August 2021 - sabrinabesic.de - […] Dazu kam, dass ich in dieser Zeit auch Workshoptage hatte. Ich wusste, dass ich in diesen Tagen wohl keinen…

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